Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Blogpost ♡,
ich freue mich, dass du auch beim zweiten Teil über mein Auslandssemester in Kanada dabei bist!
Heute
geht es weiter mit meinem Abenteuer und ich werde dir alles über meine
ersten Tage in Kanada und die gesamte Eingewöhnungsphase erzählen!
Wie im ersten Teil erzählt, bin ich am Samstag, den 4. Januar 2020 in Kanada gelandet.
Am
folgenden Sonntag habe ich erstmal ausgeschlafen. Allerdings hat mich
der Jetlag wie erwartet um vier Uhr morgens erstmal etwas länger wach
gehalten.
Nach einiger Zeit ist es mir glücklicherweise gelungen wieder einzuschlafen und noch ein bisschen Schlaf zu tanken.
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Der Blick vom Frühstückstisch
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Als ich einigermaßen ausgeschlafen war, ging ich mit meiner Gastmutter meine To-Do Liste an.
Es musste einiges erledigt werden, um die erste Woche am College vorzubereiten.
Dazu
gehörten unteranderem mir eine kanadische Sim-Karte einzurichten,
Lebensmittel für die kommende Woche zu besorgen und eine Busfahrkarte zu
bekommen.
Um das alles zu erledigen, mussten wir also das Haus verlassen..
Ich
hatte zwar schon den Weg vom Flughafen bis zum Auto in dieser Kälte
bestritten, aber als ich an diesem Sonntagmorgen auf das Thermometer
schaute, graute es mir ein ganz kleines bisschen davor, das Haus zu
verlassen.
Meine Gastmutter sagte mir auch schon, dass ich mich so warm wie möglich anziehen sollte. Und genau das tat ich!
Beim
Verlassen des Hauses fühlte ich mich wie ein Eskimo, aber ich musste ja
irgendetwas tun, um den fast -30 Grad entgegenzuwirken.
Mit einer dicken Hose, einem Unterhemd, einer Bluse, einem Pulli, einer
dicken Winterjacke, einem Schal, einer Mütze, dicken Wollsocken,
Winterstiefeln und Skihandschuhen verließ ich das Haus.
In dieser Montur war es tatsächlich auch nicht so schlimm, wie ich es vermutet hätte.
Es war eine eisige Kälte wie ich sie noch nie zuvor erlebt hatte, aber trotzdem sehr gut auszuhalten.
Als
wir alles erledigt hatten, konnten wir wieder zurück nach Hause fahren
und dem Schneegestöber mit einer heißen Tasse Tee vom Sofa zuschauen.
Am nächsten Morgen war es dann soweit und der erste Tag am College konnte beginnen!
Nachdem ich erstmal in Ruhe gefrühstückt hatte, ging es für mich los zum Bus.
Glücklicherweise
war die Bushaltestelle in nur 5 min zu Fuß erreichbar. Die Busfahrt
dauerte etwa 30 Minuten zum College, was für mich in dem beheizten Bus
kein Problem war.
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| Im Bus zum College |
Am College angekommen, lief ich erstmal der großen Masse, die auch den Bus verließ, in Richtung des Eingangs hinterher.
Innen
angekommen machte ich mich auf die Suche nach den zwei weiteren
deutschen Mädchen, die ich bereits in Deutschland während des
Vorbereitungstreffens kennengelernt hatte.
Wir
wollten uns im College treffen, allerdings verfehlten wir uns mehrmals,
aufgrund des riesigen Campus und der vielen verschiedenen Gebäude und
Etagen.
Nach 20 Minuten hin und her schreiben und telefonieren, haben wir es dann geschafft uns zu treffen.:)
Es
war sehr schön, bei den vielen fremden Gesichtern auch wieder einmal
zwei bekannte zwischen den vielen Studenten zu entdecken.
Zu
dritt machten wir uns dann auf den Weg zu unserem Termin im
International Office, bei dem wir "Neulinge" empfangen werden sollten.
Das stellte sich allerdings auch als schwieriger heraus, als wir es erwartet haben.
Nach
erstmaligem Hin- und Herlaufen ohne Erfolg entschieden wir uns an einem
der "Information Desks" zu fragen. (Aufgrund des riesigen Campus, gibt
es auf allen Etagen sogenannte "Information desks" an denen man
Studenten mit Karten vom Campus antreffen kann, die einem dann den Weg
erklären und zeigen können. )
Allerdings
schienen die meisten den Raum, in dem unser Termin stattfinden sollte,
nicht wirklich zu kennen und so wurden wir mehrmals in die falsche
Richtung geschickt und brauchten etwas länger.
Bei unserem kleinen Marathon durch das Algonquin College merkte ich schnell, dass ich es doch etwas zu gut mit meinen Klamotten gemeint
habe.
Denn im Gegensatz zu draußen, herrschte im College eine angenehme Temperatur.
Nach
einer Weile kamen wir dann also endlich (etwas verschwitzt) am Office
Raum an, welches sich nebenbei bemerkt auf einem Gang hinter der
Herrentoilette versteckte. Dort musste ich meinen Pulli erstmal
loswerden und in meinen Rucksack verabschieden.
In
dem Office begrüßte uns dann direkt die Leiterin des International
Office und erklärte uns alles Wichtige für die ersten Tage.
Nach
unserem ersten Gespräch an diesem Morgen machten wir uns auf dem Weg,
um unsere Studentenausweise erstellen zu lassen. Dazu stellten wir uns
in eine lange Schlange von Studenten und wurden dann nacheinander zum
Fotografen gerufen, der das Bild für unsere ID schießen sollte.
Als
das Foto im Kasten war, wurde direkt unser Studentenausweis in Form
einer Plastikkarte gedruckt und wir waren ganz offiziell internationale
Studenten am Algonquin College.
Als
das erledigt war, überkam uns alle der Hunger. Wie gut, dass die Mensa
nicht am anderen Ende des Colleges, sondern direkt um die Ecke lag. So
machten wir uns schnell auf den Weg, um etwas zu essen zu bekommen.
Was uns dort erwartete, hätte allerdings niemand von uns gedacht.
Wir
wussten zwar im Voraus schon, dass es viel Auswahl geben sollte, aber
mit SO viel Auswahl hätte ich nicht gerechnet. Von indischem Essen über
italienisch über asiatisch über Wraps, Brötchen, Waffeln und Fast Food
war alles dabei. Im ersten Moment wusste ich gar nicht, wo ich anfangen
sollte das Angebot durchzulesen. Ich entschied mich dann aber relativ
schnell für einen Klassiker, nämlich italienisch-ich bestellte mir
leckere Nudeln und das war für den ersten Tag genau das Richtige.
Nach
dem Mittagessen musste ich mich auf den Weg zu meinem ersten Kurs
machen. Gestärkt und voller Vorfreude suchte ich den Raum, in dem das
Fach "Current Affairs" stattfinden sollte und wurde wider Erwarten sogar
relativ schnell fündig.
Ich
suchte mir einen Platz in einer der vorderen Reihen und kurz darauf
setzte sich auch schon ein nettes Mädchen neben mich und wir
unterhielten uns bis der der Unterricht startete.
Der
Kurs "Current Affairs" setzte sich vor allem damit auseinander, wie
Medien mit der Politik in Verbindung stehen und wie sich diese
aufeinander auswirken können. Die ersten zwei Stunden dieses Kurses
waren wirklich schon sehr interessant und ich freute mich auf das, was
noch kommen würde.
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Während eines Kurses
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Um
16 Uhr war der erste College Tag für mich zu Ende und ich machte mich
wieder auf den Weg zur Bushaltestelle und damit auf den Weg in mein
kanadisches Zuhause.
Am
Abendessenstisch tauschte ich mich mit meiner Gastfamilie über den
ersten Tag aus, was alles Witziges passiert war, ob die Busfahrt
geklappt hat und so weiter.
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Meine Straße
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Wir
verbrachten einen schönen und unterhaltsamen Abend. Ich freute mich
schon riesig auf den bevorstehenden Dienstag, denn da sollte mein
Journalismus-Kurs zum ersten Mal stattfinden.
Am
Dienstagmorgen verließ ich relativ früh das Haus, um auch pünktlich zu
meinem Kurs zu erscheinen, der um neun Uhr startete. Ich machte mich
lieber etwas früher auf den Weg, denn bei dem Schneegestöber, den sich
zum Teil verspätenden Bussen und der bevorstehenden Suche nach meinem
Raum wusste ich vorher nicht, wie lange ich tatsächlich brauchen würde.
Allerdings klappte alles problemlos und um 9 Uhr saß ich in meinem Kurs und mein Journalismus Professor begrüßte uns alle.
Unser
Kurs stellte sich als eine coole Truppe heraus- die Studenten kamen aus
aller Welt: Kanada, Indien, China und ich aus Deutschland.
Nach
einer kurzen Vorstellungsrunde ging es auch direkt los mit dem
Unterricht und ich merkte gleich, dass dieser Kurs wahrscheinlich einer
meiner Favoriten werden würde.
Wir
lernten etwas über die Basics des Journalismus und konnten uns an
unserer ersten Aufgabe versuchen. Der Prof, der mir zuerst etwas grimmig
und unfreundlich erschien, stellte sich ziemlich schnell als ein netter
und humorvoller Witzbold heraus, der sehr viel Ahnung vom dem Fach
Journalismus hat. Manchmal kann der erste Eindruck eben täuschen :)
Nach
dem Ende des Kurses verabredete ich mich noch mit ein paar netten
Leuten zum Mittagessen und wir verbrachten eine schöne Zeit, bis ich
dann am frühen Abend wieder den Heimweg bestritt.
So ähnlich verlief meine gesamte erste Woche in Kanada.
Der
Jetlag verschwand immer mehr und zum Ende der Woche fand ich mich schon
gut auf dem Campus zurecht. Ich fühlte mich langsam aber sicher in
Kanada angekommen.
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| Unterwegs auf dem Campus |
Eine
Woche nach meiner Anreise am Samstag, den 11. Januar fand dann der
Orientierungstag für alle neuen internationalen Studenten statt. Dafür
hatte das College viele verschiedene Dinge vorbereitet.
Zum
einen fanden Vorträge zum College an sich, den verschiedenen
Institutionen wie Student Services oder auch dem Gesundheits- und
Sicherheitssystem statt, es wurden Kennenlernspiele organisiert und
unterschiedliche Stände zu den Angeboten des Colleges aufgebaut, an
denen man sich informieren konnte und Flyer oder kleine Werbegeschenke
mitnehmen konnte.
Wir
gingen zusammen von Stand zu Stand, hatten lustige Gespräche mit
anderen internationalen Studenten und machten einige Fotos in der
Fotoecke.
Tatsächlich
stellten wir drei Mädels aus Deutschland uns als die einzigen Europäer
heraus, die neu im Januar anfangen wollten zu studieren mit ganz vielen
anderen Studenten aus Indien, Asien, Afrika, Südamerika und weiteren
Ländern. Es war nett, sich mit den verschiedensten Leuten auszutauschen
und neue Kontakte zu knüpfen.
Nach
dem Event gab es noch indisches Essen und dann ging es bepackt mit
einer Tasche voller Flyern, Werbegeschenken und anderen Souvenirs wieder
nach Hause.
Am
Sonntag fuhr ich dann zum ersten Mal mit meiner Gastfamilie nach
Downtown Ottawa und wir besuchten die "National Gallery of Canada",
welche sehr interessant und schön war.
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National Gallery of Canada
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Und ich konnte zum ersten Mal den "Parliament Hill" betrachten, der mich von Anfang an begeisterte. ;)
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| Parliament Hill |
Nun
sind wir am Ende meines zweiten Teils angekommen und ich hoffe ihr
hattet genauso viel Spaß beim Lesen, wie ich beim Schreiben.
Im
dritten Teil wird es um neue Freundschaften, die erste Klausurenphase
und meinen Ferientrip nach Toronto und an die Niagara Falls gehen.
Seid gespannt und bis zum nächsten Post!
Alles Liebe, Julia ♡
Für mehr Bilder folgt gerne meinem Instagram Account @_juliasblog
Hallo Julia ��
AntwortenLöschenDen Artikel hast du wieder
sehr gut und ausführlich
verfasst, ganz toll. �� ��
Ich freue mich jetzt schon
auf Teil 3. Bis dann!
Liebe Grüße
Omi �� ��
Hallo liebe Omi,♡
Löschenvielen lieben Dank für dein Feedback!
Ich freue mich jedes Mal, wenn du meine Blogbeiträge liest und sie dir gefallen.
Liebe Grüße
Julia ♡