Mein Auslandssemster in Kanada Teil 1 - Entscheidung und Anreise

   
Hallo und herzlich Willkommen zu einem neuen Blogpost ♡,

Heute geht es um ein Thema, welches sehr angefragt von euch war und ich unbedingt mit euch teilen möchte!
Es geht um mein Auslandssemster in dem schönen Kanada!


Zu aller erst erzähle ich euch von meinem Weg, der mich zu der Entscheidung gebracht hat, ein Auslandssemester in Kanada zu machen.

Nach meinem Abitur im Jahr 2019 bin ich nach Spanien geflogen, um dort als Au Pair zu arbeiten.
Ich hatte schon über viele Jahre Spaß an der Arbeit mit Kindern und habe neben der Schule Kinder in einem Sportverein trainiert und regelmäßig Nachhilfe gegeben.
Aufgrund dessen war ich der festen Überzeugung, dass das Arbeiten als Au Pair für mich genau das Richtige ist.

Obwohl ich Spaß als Au Pair hatte und meine Gastkinder sehr ins Herz geschlossen habe, wurde mir  relativ schnell bewusst, dass ich nicht "nur" als Au Pair arbeiten möchte bis zum Beginn meines Studiums in Deutschland. Es reizte mich, noch eine weitere und andere Erfahrung im Ausland zu sammeln.

Nach 2 Monaten Au Pair Aufenthalt bin ich dann also wieder zurück geflogen und habe mich informiert, wie ich die Zeit zwischen der Schule und meinem Studienbeginn in Deutschland noch nutzen könnte.

Dabei bin ich auf das Angebot gestoßen ein Auslandssemster zu absolvieren.
Ich war gleich sehr begeistert von der Idee in mein zukünftiges Studienfach reinschnuppern zu können und an einem "echten" College zu studieren.
Nach relativ langem hin- und her überlegen stand es fest- ich wollte ein Auslandssemster machen!

Aber warum habe ich mich für Kanada entschieden?

Kanada war für mich schon immer ein Sehnsuchtsland, ein Land, welches sehr weit oben auf meiner Bucket List stand.
Sowohl die Natur, als auch die Mentalität und die Menschen, über die ich schon einiges gehört und gelesen habe, zogen mich nach Kanada.


Des Weiteren soll Kanada ein hervorragendes Bildungssystem haben und es reizte mich dieses selber auszuprobieren und das Studium an einem echten College zu erleben.

Als die Entscheidung nach Kanada zu reisen stand, ging es an die Auswahl des Studienstandortes und des Colleges!

Das stellte sich als keine einfache Entscheidung heraus.
Kanada hat mit seiner Weitläufigkeit und der riesigen Auswahl an Colleges und Universitäten einiges zu bieten.

Über die Provinz British Columbia mit der klassischen Studentenstadt Vancouver über das ländliche Vancouver Island bis hin zu Metropolen wie Toronto und Ottawa, fiel meine Entscheidung letzten Endes auf die Hauptstadt Kanadas - Ottawa.


Ottawa, als die bilinguale Stadt in der Provinz Ontario an der direkten Grenze zu Quebec, faszinierte mich sofort.
Doch nicht nur die Einzigartigkeit Ottawas machte diese Entscheidung zu einer leichten, sondern auch die Tatsache, dass ich mein "Traumcollege" gefunden hatte- das Algonquin College.


Ich wollte von Anfang an gerne in ein Journalismus Studium reinschnuppern, weshalb ich Ausschau nach Colleges hielt, die Kurse in genau diesem Bereich anbieten.
Das Algonquin College bot genau das an, wonach ich suchte.

Doch jetzt begann erst die richtige Arbeit - die Bewerbung und die Auswahl der Kurse.

Nachdem ich am College akzeptiert wurde, schrieb ich mich für mehrere Kurse ein. Letztendlich wurden es diese vier:
- Journalism
- Audio Storytelling
- Commercial Writing
- Current Affairs

Als die Kurse final bestätigt wurden und die Flüge gebucht waren, stand dem Auslandsabenteuer nichts mehr im Weg!

Am 4. Januar 2020 war der große Tag gekommen - der Tag der Ausreise!
Vollgepackt mit einem großen Koffer, einem Handgepäckkoffer und einem Reiserucksack ging es an den Flughafen und eine lange Zeit später ins Flugzeug.

 Mit einer Mischung aus Aufregung, Nervosität und Vorfreude saß ich nun in dem Flieger - der erste Stop sollte Montreál sein.
Der Flug lief eigentlich so ab, wie immer.
Schlafen, Musik hören, Filme schauen und Essen zählten zu meinen Hauptbeschäftigungen.
Allerdings hatte ich das Glück einen netten Sitznachbarn zu haben, mit dem ich mich die letzten Stunden am laufenden Bande unterhielt, was den Flug zum Ende hin nicht so lange erscheinen ließ.

Nach 8 Stunden Flug, hatte ich nun endlich wieder Boden unter den Füßen- doch diesmal kanadischen Boden.

Die Ruhe, die im Flieger herrschte, war beim Verlassen des Flugzeuges schnell Geschichte.
Am Flughafen angekommen, suchten alle hektisch nach Beschilderungen zur Gepäckausgabe oder nach ihren Anschlussflügen. Der Jetlag und die Tatsache, dass ich kein Französisch und die Schilder nicht lesen konnte, machten es mir nicht einfach, mein Gate für den Anschlussflug zu finden.

Auf meiner Suche nach Flughafenpersonal, wurde ich plötzlich von einer älteren Dame auf Französisch angesprochen und sie fragte mich etwas, was ich leider nicht verstand.
Allerdings schien auch sie auf der Suche nach ihrem Anschlussflug zu sein, denn sie hielt ein Flugticket in der Hand und zeigte wild um her.

Als ich nach langen Minuten endlich eine Frau entdeckte, die so aussah, als würde sie am Flughafen arbeiten, erklärte sie mir wie ich zu meinem Gate finden würde.

Am Gate angekommen setzte ich mich hin und wartete auf meinen Anschlussflug zu meinem zweiten und letzten Ziel - Ottawa.

Den Flug nach Ottawa verbrachte ich in einem kleinen Flieger mit etwa 60 Sitzen.
In so einem kleinen Flugzeug bin ich davor noch nie geflogen und es war echt eine spannende Erfahrung. Als wir nach 15 Minuten unsere Flughöhe erreicht haben, verschwanden die Anschnallzeichen, aber nur für ungefähr 2 Minuten. Dann kam die Durchsage, dass wir uns jetzt wieder im Landeanflug befinden würden.

Das war also der kürzeste Flug, den ich je erlebt habe.


Nach weiteren 15 Minuten war ich endlich in Ottawa angekommen. 
Ich musste nur noch mein Visum vorzeigen, mein Gepäck holen und dann würde mich meine Gastfamilie erwarten.

Als ich meine Gastfamilie mit einem Schild in der Hand, auf dem mein Name stand, in der Empfangshalle entdeckte, hatte ich die Reise geschafft.
Beim Verlassen des Flughafens begrüßte mich direkt der kanadische Winter, ein eiskalter Wind kam mir entgegen und es schneite stark. Wir fuhren mit dem Auto durch das zugeschneite Ottawa in mein neues Zuhause für die nächsten Monate.


Zwei Tage später sollte mein erster Tag am College sein, doch das erfahrt ihr im zweiten Teil!
Ich hoffe euch hat der erste Teil über mein Auslandssemster in Kanada gefallen und ihr seid auch beim zweiten Teil wieder dabei.

Bis zum nächsten Post!

Alles Liebe, Julia ♡

Für mehr Bilder folgt gerne meinem Instagram Account @_juliasblog


Kommentare

  1. Hallo Julia,

    den Artikel fand ich sehr informativ
    und super Klasse. Mach weiter so !

    Deine Omi

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